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Mir sin und bliebe Hebelland
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Unterhaltsame Benefizveranstaltung für die Hebelhaus-Erweiterung

Hausen (vw). Der Förderverein Hebelhauserweiterung lud am Samstagabend zum Benefizabend ein. Anstatt Eintrittsgeld zu verlangen, sammelten die Veranstalter für die insgesamt 2222 Steine, also die 100 Quadratmeter für den Außenbereich, des Hebelhauses. Ein Stein kostete zwei Euro. Insgesamt kamen an diesem Abend 44 Quadratmeter zusammen.

Die Huusemer Stimmli (Huustis) sorgten mit ihrem Gesang für Freude.
Fotos: Verena Wehrle

Ein buntes Programm versprach Moderator Edgar Steinfelder - und behielt recht. Nach dem Auftakt durch die Hebelmusik sorgten die Huusemer Stimmli (Huustis) für Begeisterung mit ihrem schauspielerisch umrahmten Gesang.

Dann trat zur Überraschung aller ein Italiener als neues stolzes Mitglied des Hebelvereins auf die Bühne, Edgar Steinfelder bewies dabei schauspielerisches Talent genauso wie sein Sohn Oliver.

Wir haben auch Besuch von oben, kündigte der Moderator sodann den Männergesangverein Raitbach an, der stimmgewaltig zeigte, welche Töne man mit Höhenluft erzeugen kann.

Als Höhepunkt des Abends trug s Breiti Lieseli Gedichte vor und stellte tiefgründige Fragen wie etwa Wem gehört denn der Johann Peter Hebel? Schließlich beanspruchten gleich mehrere Städte und Gemeinden wie Basel, Herten und auch Hausen den Dichter für sich. Jeder habe Hebel studiert und keiner wisse, ob es überhaupt richtig sei, was er da erzähle. Sie selbst indes verehre ihn nur.

Vor neun Jahren war Liesel Meier Hebelplakettenträgerin, in diesem Jahr bekam sie auch die Hebelmedaille des Kulturamts Singen und der Muttersprachgesellschaft Hegau verliehen. So erzählte sie ein Wintermärchen von der äußerst amüsanten Verleihung und hatte dabei die Lacher immer wieder auf ihrer Seite. Mir sin und bliebe Hebelland, betonte sie zum Schluss.

In unterschiedlichen Besetzungen wusste der Gesangverein Dossenbach zu gefallen. Schon beim ersten Stück Butterfly sorgte die Truppe für gute Stimmung. Mit Klatschen, Schunkeln, Schnipsen und Pfeifen animierten sie das Publikum zum Mitsingen. Zum Abschied gabs von allen eine Reise zur Chaussee Elysée.

Für den krönenden Abschluss sorgten schließlich die Pepperhouse Stompers mit ihrem unvergleichlichen Dixieland-Sound. Sie hatten außerdem Kathrin Kiefer aus Utzenfeld mitgebracht, die sich mit ihrer tollen Stimme sofort in die Herzen der Zuhörer sang.

KURZ INFO

120 Mitglieder hat der Verein Hebelhauserweiterung, 400 Arbeitseinsätze sind bereits bewältigt, 12 000 Euro hat der Verein für das neue Hebelhaus auf dem Konto, 222 000 Euro Gesamtkosten fallen an, davon gibt's 50 000 Euro Zuschuss vom Landkreis; die Ausstellung des neuen Literaturmuseums kostet 120 000 Euro, dafür sind 60 000 Euro Zuschüsse zu erwarten.

 
Nachricht vom 26.10.2009
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